Der vor zehn Jahren aufgefundene Ötzi stammt nach jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen vermutlich aus dem Eisacktal, vielleicht aus Feldthurns.
Vor etwa 5000 Jahren, in der Kupferzeit waren viele Werkzeuge noch aus Feuerstein. Kupfer, das erste vom Menschen verwendete Metall, war selten und genoss kultische Verehrung.
Möglicherweise war der Mann, "Ötzi"aus dem Hauslabjoch auf der Suche nach dem kostbaren Metall, als er ums Leben kam. Die Archäologen haben Keramikgefäße der so genannten Glockenbecherkultur ausgegraben. Wichtigster Fund war eine Begräbnisstätte in Form eines etwa 20 Meter langen ovalen Steinhaufens. Gekrönt war der gewaltige Steinhaufen von einem Menhir, der Abbildungen von Beil, Dolch, Pfeilspitze und Bogen zeigt.
Bisher wurden im gesamten Alpenraum nur drei derartige Kultstätten ausgegraben, nämlich in Aosta, im Wallis und eben in Feldthurns. Das Vorhandensein von Kupferschlacken bezeugt, dass die damaligen Feldthurner es bereits verstanden, dieses Metall zu verarbeiten. Dies würde auch mit dem Kupferbeil des Ötzi übereinstimmen.
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